Auszüge, Inhalt, Search Inside, Rezensionen: http://www.amazon.co.uk/dp/2913621074?tag=operaonline-21&camp=2506&creative=9274&link_code=as3 Augustus fallen viele wichtige Neuerungen, so wurde eine Volkszählung im gesamten Imperium durchgeführt, die die Zahl der römischen Bürger erfassen sollte. Ferner wurden auch in zahlreichen Provinzen sämtliche Einwohner erfasst, so etwa in Syrien (dies ist die in der Bibel erwähnte „Schätzung“). Straßen und Verkehrswege wurden ausgebaut, Wirtschaft und Kultur (augusteische Klassik) erlebten eine Blütezeit; die römische Kultur erreichte die Provinzen, deren Zahl zunahm. Trotz aller Maßnahmen zur Bewahrung alter römischer Institutionen wurde schon zur Zeit des Augustus auch die Weiterentwicklung vom stadtzentrierten Staat der Stadt Rom zum Gesamtstaat weitergetrieben. Ein Zeichen dafür ist auch, dass Augustus seine Herrschaft zeitweise von Augusta Treverorum (heute Trier) ausübte und sich nicht an Rom als Herrschaftssitz gebunden fühlte. Sein Nachfolger verbrachte seine Regierungszeit sogar überwiegend in Capri. Die Institution des Princeps war demnach von Anfang an dermaßen abgesichert, dass die Herrscher die städtischen Institutionen, allen voran der Senat, aus dem noch die Attentäter Cäsars kamen, nicht direkt kontrollieren mussten. Augustus’ Adoptivsohn und Nachfolger Tiberius, der menschlich als ein schwieriger Charakter galt und sich wohl innerlich noch als Republikaner fühlte, beschränkte sich während seiner Herrschaft auf weitgehend defensive Maßnahmen zur Sicherung der Grenzen. Sein Nachfolger Caligula gilt traditionell als das erste Beispiel für „Cäsarenwahn“, doch sieht man diesen Kaiser, der nur gut drei Jahre herrschte, heute vielfach differenzierter. Unter Claudius wurde Britannien dem Reich hinzugefügt, später folgte noch Thrakien, das aber schon vorher ein von Rom abhängiger Klientelstaat gewesen war. Der schlechte Ruf von Claudius’ Nachfolger Nero geht unter anderem auf nachträgliche, besonders christliche Beurteilung zurück, da er die ersten großen Christenverfolgungen einleitete. Allerdings wird Nero auch in den heidnischen Quellen negativ dargestellt, ähnlich wird er auch weitgehend in der modernen Forschung beurteilt, wobei ihm unter anderem die Vernachlässigung des Militärs vorgeworfen wird. .