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Kükator auf Langeoog Teil 12 Freakshow

Kükator auf Langeoog Teil 12 Der August 1979 auf Langeoog. Ende Juli mußte ich vorrübergehend im ungeliebten Hotelrestaurant unter Aufsicht der jungen, herrschsüchtigen Hausdame Petra aus München mein Dasein fristen, aber nach nicht einmal einer Woche konnte ich erreichen, wieder im Hotelkeller (Jeverfaß) zu arbeiten - diesmal unter dem neuen, sehr symphatischen Ulli aus Bielefeld als Geschäftsführer. Er erinnerte mich irgendwie an Tegtmeyer oder Jürgen von der Lippe - konnte auch sehr gut Enten nachmachen. Im August besuchte mich Charly auf der Insel. Er brachte noch den unvergesslichen Christoph aus Clausthal mit - ein Typ wie Heinz Erhardt, immer recht lustig und dem Alkohole nicht abgeneigt - und Ulrich aus Lüneburg. Zum Glück hatte ich zu dieser Zeit schon zwischen 22.oo und 23.oo Feierabend und so konnten wir noch öfter bis in die frühen Morgenstunden am Strand feiern. Charly nutzte die Woche auf der Insel aus, um weitere Szenen für den Spielfilm "Affäre Tom Harie" zu drehen. Leider mußte ich während der Dreharbeiten im Jeverfaß die Gäste bedienen. Aber dann kam Charly mit seiner teuren Kamera ins Lokal, filmte mich bei der Arbeit und baute diese Szenen einfach mit in den 95-min-Spionage-Comedy-Thriller mit ein. Bei den immer häufiger werdenden Mitternachts-Strandpartys ging es recht turbulent zu. Sie begannen kurz vor 24.oo und endeten bei Morgendämmerung. Es gab viel Bölkstoff (Bier, Likör, Schnaps usw.)und aus dem tragbaren Riesen-Radiorecorder dröhnte u.a. die Musik von Nina Hagen, Udo Lindenberg, Deep Purple und Police. Olli hatte einen neuen Kumpel namens Rico, Anführer einer menschenfreundlichen Rockergang. Fast immer mit dabei auch zunehmend Rocky, ein netter Internatsschüler, Erwin, ein Freak aus Österreich, Astrid aus Berlin, der Insulaner Reitus, der Schüler Alex und unzählige Leutchen, deren Namen mir nicht mehr einfallen. Im September war für mich die Saison zu Ende und ich fuhr für 2 Wochen nach Lüneburg, wo ich unter anderem oft zum Schwimmen ging und ein größeres Open-Air-Festival in Adendorf erlebte - sehr viele Freaks dort, sodass ich mit wohl fühlte. So um den 20.9. gings dann in Emden weiter. Diesmal wurden wir wieder neu auf div. Hotels und Pensionen verteilt. Ich kam in ein sogenanntes Motel, welches von dem originellen und in Emden damals bekannten Opa Hansen betrieben wurde. Hatte ein Einzelzimmer mit Bad und es gab `ne Gemeinschaftsküche. Von hier aus waren es zu Fuß knapp 2 km bis zur Berufsschule, aber nur 800 Meter zur "holländischen" Disco "Holtenpoort". Am 17.10. 79 fuhr ich nachmittags nach Leer und wollte mir freakige Klamotten kaufen, was ich auch tat, denn ich hatte Bock, aus der Gesellschaft auszusteigen. Abends im Holtenpoort tauchte ich dementsprechend verkleidet auf und lernte unerwartet eine hübsche Kindergärtnerin aus dem Emslande namens Anita kennen ! Wir unterhielten uns ein wenig und verabredeten uns für den nächsten Mittwoch am selben Orte. Ungeduldig zappelte ich in der Berufsschule herum und eine Woche später traf ich die Traumfrau erneut. Wissend, dass sie nicht so viel von meiner Freakshow hielt, zog ich mir bürgerliche Klamotten an und diesmal hatten wir ein sehr herzliches Gespräch. Sie erzählte mir von ihrer Beziehung im Emsland, die sie beenden wollte. Kurz bevor wir ein weiteres Treffen vereinbarten, gabs zum Abschied ein Küßchen. Das nächste Meeting fand ein paar Tage später bei Hertie in der City statt. Meine Verliebtheit steigerte sich erheblich und ich erzählte überall herum, kein Single mehr zu sein. Beim vorletzten Meeting erlebte ich Anita etwas verändert. Sie wirkte nicht mehr so begeistert - ja fast besorgt. Am 14.11.trafen wir uns noch einmal im Holtenpoort und zunächst verlief das Gespräch noch unauffällig. Doch plötzlich schaute sie mich ernst an, ihr kamen die Tränen und sie sagte : "Leider MUß ich die Beziehung beenden !" Ich war entsetzt und konnte es überhaupt nicht glauben. Mein Betteln und Flehen half mir am Ende nix und ich lief völlig verzweifelt in Richtung meiner Unterkunft. Dachte an Selbstmord und am Telefon beruhigte mich meine (Pflege-)Mutter ein wenig. Ich legte mich dann auf meine Koje, machte die Lampe aus und versuchte irgendwie, zur Ruhe zu kommen. Plötzlich wurde es im Zimmer hell und ich versank in einen heftigen Tagtraum. Hatte das Gefühl, Gott würde im Raum anwesend sein. Später mehr dazu, ciao ciao

YouTube | July 8, 2008Watch more videos from YouTube

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