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Hass Nach dem Film von Mathieu Kassovitz Uraufführung am Freitag, 18. Januar 2008, Schauspielhaus In einer Fassung von Sebastian Nübling, Julia Lochte und Ensemble "Dies ist die Geschichte von einem Mann, der aus dem 50. Stock von einem Hochhaus fällt. Und während er fällt, wiederholt er, um sich zu beruhigen, immer wieder: Bis hierher lief's noch ganz gut, bis hierher lief's noch ganz gut, bis hierher lief's noch ganz gut...' Aber wichtig ist nicht der Fall, sondern die Landung!" So beginnt der Film HASS des französischen Regisseurs Mathieu Kassovitz über Leben und Sterben der Jugendlichen in den Pariser Banlieues, gedreht 1996, zehn Jahre vor den großen Unruhen, die im November 2005 Frankreich erschütterten. 10.000 Autos gingen damals in Flammen auf, die Schäden beliefen sich auf 250 Millionen Euro, 5.000 Jugendliche wurden verhaftet, 600 verurteilt. "Wir haben gewonnen", sagte einer der Jugendlichen in eine der Fernsehkameras, "weil die Welt auf uns geschaut hat, weil die Polizei kam, und weil der Bürgermeister erstmals aus seinem Rathaus kam". Doch das Versprechen von "Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit" bleibt weiterhin erschreckend uneingelöst, der Alltag geprägt von hoher Arbeits- und Perspektivlosikeit, von Wut und Resignation, von ethnischen Spannungen, Kriminalität und Polizeischikanen, die Lage explosiv. HASS erzählt 24 Stunden im Leben des Arabers Saïd, des Juden Vince und des Afrikaners Hubert, drei Jugendliche, die ein tristes Leben in einer der Pariser Banlieues führen: keine Schule, keine Jobs, ab und zu ein kleiner Deal, ein wenig Drogen, Familien ohne Einkommen und ohne Zukunft. Die drei hängen in ihren Wohnsilos herum oder auf der Straße und warten. Und reden. Ihr 16-jähriger arabischer Freund Abdel kämpft nach einem Polizeiverhör im Krankenhaus mit dem Tod. An diesem Morgen beherrschen die Schlagzeilen der Unruhen, die nach Abdels Verhaftung ausgebrochen waren, die Nachrichten. Vince findet den Revolver eines Polizisten und schwört, "das Gleichgewicht wiederherzustellen", sollte Abdel sterben. Dem Film HASS (LA HAINE) liegt der authentische Fall eines Jungen zu Grunde, der nach besonders "intensivem" Polizeiverhör starb. Gedreht in schwarz-weiß und unter häufigem Einsatz der Handkamera, gilt er als Meilenstein des französischen Kinos der 1990er und gewann unter anderem beim Filmfestival in Cannes die Auszeichnung für den besten Regisseur, den César für den besten Film und den Europäischen Filmpreis in der Kategorie Young European Film of the Year. Sebastian Nübling wird mit HASS und im Team mit seiner Bühnenbildnerin Muriel Gerstner und dem Musiker Lars Wittershagen seine Arbeit an den Münchner Kammerspielen fortsetzen, wo er zuletzt DUNKEL LOCKENDE WELT von Händl Klaus zur Uraufführung brachte (eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2006). Er arbeitet u.a. am Theater Basel, an der Berliner Schaubühne, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, an der Staatsoper Stuttgart und am Schauspielhaus Zürich. Regie Sebastian Nübling Bühne und Kostüme Muriel Gerstner Dramaturgie Julia Lochte Musik Lars Wittershagen Licht Max Keller Mit: Katja Bürkle, Brigitte Hobmeier, Katharina Schubert

YouTube | March 14, 2008Watch more videos from YouTube

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