
Zu diesem Teil der Reportage gibt es wohl nicht viel zu sagen. In Hinsicht auf das Suchtpotential wurden gute Beispiele gewählt. Nicht jeder ist anfällig für Videospielsucht. Grade deswegen sind Vergleiche mit Drogen nicht unbedingt angebracht. Allerdings ist das Gefahrenpotenzial für Gefährdete durchaus vergleichbar. Was mir unklar ist, warum immer wieder versucht wird, die Suchtschiene mit der Amokläuferschiene zu vereinen. Nicht jeder Videospielsüchtige ist ein Ego-Shooter-Spieler oder gar Amokläufer und nicht jeder Amokläufer spielt Videospiele (!). Was erwartet Lutz für Antworten auf seine Killerspielfragen... von Süchtigen? Galileo versucht besonders im zweiten und dritten Teil dieses Beitrages 2 Dinge unter einen Hut zu bringen, erfolglos. Jeder der sich mit den behandelten Problematiken auskennt, wird verwirrt sein, weil die Aussage dieser Irrfahrt eher verwaschen als herausgestellt wird. Erzeugen "Killerspiele" Agression? Erzeugen "Killerspiele" Sucht? Erzeugen Videospiele Sucht? Erzeugt Videospielsucht Agression? Ich glaube mit diesen 4 Fragen habe ich den Gang, den Galileo hier gegangen ist gut reflektiert. Offensichtlich ergeben sie teilweise kaum Sinn. Vielleicht hätte man ein paar Fachleute ransetzen sollen und nicht einen Lehrer, der vor 10 Jahren lebt. Dann wäre es vielleicht was geworden, denn besonders der zweite Teil war gar nicht so schlecht.
