Geboren in Henningsdorf, wuchs Said bis zu seinem Zwölften Lebensjahr als ganz normaler Junge mit seinen zwei Geschwistern in Wismar auf. Durch den neuen Mann seiner Mutter musste die Familie 1991 in einer Nacht und Nebelaktion aus Wismar fliehen und wurde unter Polizeischutz nach Hannover in ein abgelegenes Haus gebracht. Dort entfernte er sich von der Familie und wurde kriminell. Durch diverse Probleme mit dem neuen Lebenspartner, flohen seine Mutter seine zwei Geschwister und er in einer weiteren Nacht und Nebelaktion nach Bremen. Dort lebten sie sechs Wochen bei einer Bekannten. Bis dann schließlich die Mitarbeiter des Zeugenschutzprogramms ihnen, in einem Hochhaus wo viele Immigranten lebten, eine Wohnung besorgten. Said fand sich schnell zurecht und lernte viele neue Freunde kennen. Geprägt durch die Schwarzen-Musik aus Amerika, durch Filme wie Menace 2 Society, Boyz in the hood und co. fanden sie sich selbst im Ghetto wieder. „Dort begann meine kriminelle „Karriere" die mich", wie er heute sagt, „zum Glück nicht mehr verfolgt. Durch mein desolates Verhalten kam ich mit 13 nach Celle, in eine Art Therapie. Ich habe nichts gelernt in dieser Zeit, außer vielleicht, wie man am besten Autos knackt, die Schule schwänzt und seine Zeit mit Kiffen verschwendet." Said schaut nachdenklich zur Decke. „Das Weed hatte mich echt gleichgültig gemacht. Ich habe lange gebraucht um das zu kapieren," erinnert sich Said. „Als ich durch den ganzen Mist aus der Therapie flog und wieder zu meiner Mutter durfte, habe ich mich voll gefreut. Na ja, man lernt ja auch erst zu schätzen, was man hatte, wenn es weg ist." Bis zu seinem neunzehnten Lebensjahr ging es immer hin und her. Konfrontationen und Probleme häuften sich. Er machte seinen Realschulabschluss und nebenbei spielte er in verschiedenen Bands Gitarre, schrieb Lyrics und machte mehr oder minder Musik. „Alles begann mit Punkrock bei mir," lacht er, „vom Rock bis zu Ya-Hu war es aber ein langer Weg." Die Jahre gingen dahin und Said war auf der Suche nach sich selbst. „Rückblickend betrachtet war die Musik für mich eine Art Selbstfindung. Ich wollte einfach meinen Gefühlen Ausdruck verleihen und habe das dann durch die Musik getan." Im Laufe der Zeit veränderten sich ein paar seiner damaligen Freunde. „Sie hingen weniger mit uns ab und teilten unsere Gier nach unserem alten Lebensstil nicht mehr, heute verstehe ich auch warum. Wir bewegten uns nicht voran. Immer nur Party am Wochenende und in der Woche der Alltagstrott, halt `n ständiges Suchen nach irgendwas." Der Song „Yasmin" erzählt von dieser Gier. „Über meine Achis (Freunde/Brüder) erfuhr ich letztendlich auch von Gott. Am Anfang belächelte ich sie. Mir wurde immer eingebläut das Religionen „Opium fürs Volk sind". Das sie nur dazu dienen die Menschen zu kontrollieren. Aber nach etlichen Diskussionen und diesen ganzen wissenschaftlichen Fakten, pflanzte Gott in seiner unendlichen Barmherzigkeit den Samen des Glaubens in mein Herz. Ich bin dafür heute so sehr dankbar. Wer weiß wo ich heute sein würde, wenn ich damals nicht zugehört hätte." Said war 20 und sein Leben veränderte sich auf einen Schlag, als seine kleine Schwester, vom Bruder seiner damaligen Freundin, erschossen wurde. „Meine Welt brach zusammen. Ich dachte über ein Jahr lang an nichts anderes als Rache. Ich besorgte mir Waffen und wollte nur noch Gerechtigkeit. Heute weiß ich, Gott ist mit den Vergebenden. Stücke wie „Crying Words" erzählen von dieser Zeit und spiegeln meinen innerlichen Kampf wieder," sagt Said rückblickend. 2002 traf er dann Ebabil und sie starteten das Projekt Ya-Hu.