Ein Schmerz auf Seiten meiner Tochter weckte einen Schmerz auf meiner Seite, holte ihn wieder hoch aus der Versenkung ... Zum Teil II: http://de.youtube.com/watch?v=2_8zvGS8HBY Das erste Drittel des Textes hier: Langes Gedicht, ausgehend von einem besonderen Schmerz Nele, deinen Schmerz, den Film zu sehen, wie dein Kind in unsern Armen - statt in deinen lag, als du es dem Zeuger ließest, diesen Schmerz, er scheint mir nahe (eingefügt Sonntag, 28. Oktober 2007, 13.51 Uhr ) dem zu sein, der mich durchbohrte, als ich wußte euch in andrer Händen, fremde Menschen durften Hand anlegen und erziehn. Wie mir schien, warn sie noch ferner DEM, den ich verleugnete, Dies gab es mir zu entdecken, daß da in ganz tief Verstecken, DU in mir noch da warst, hinter dem Gerümpel allen Weltkrams und Gedümpel auf dem Meer der Welt, warst DU in die Eck gestellt, aber warst noch da! Voll Erstaunen sah ich's ja, als ich mich befragte, was mir nicht behagte, daß ihr zwei ins Heim gezogen, - andre Menschen zahlen's teuer, daß ihr Kind in fremden Händen, hier bezahlte es die Steuer, und mir drehte es den Magen, um und um und raubt mir's Fragen allen Schlaf: Warum mußte es geschehen? Diese bösen Wehen, dies So Gehen Lassen MÜSSEN, war mir nicht zu fassen! Küssen wollte ich die Füssen meiner Kinder doch sie ziehn auf ihnen fort, an nen gänzlich andern Ort! Mutters Liebe schien gelogen, Mutter hat sich quer gestellt, dies war nicht die traute Welt, sie hat sonst uns doch gelassen, nun tritt plötzlich auf ein Hassen unsrer eignen Schritte, das machen wir nicht mitte! Die Vogelmutter rührt - hört man - ihr Junges nicht mehr an, wenn Menschen es berührten! Ja, riß nicht auch mein Herz zwischen zwei Polen, zwei, entzwei: Eingestehn, daß meine beiden weggegangnen Kinder nach fremder Menschen Einfluß nicht mehr die meinen sind? Oder ewig weiterhoffen, daß das, was liebend ich sie lehrte, soweit es nicht das ganz Verkehrte, ihr Grundgerüst geblieben ist: Offen für die Not der Armen bleiben und Erbarmen fühlen. Das wollte ich, daß sie es lernen. Und schaute dann von Fernen, wie sie mich aufgaben für eine Spülmaschine, mehr war ich ihnen wert nicht. Gehorsam hab ich nicht gelehrt, verlangt wohl hie und da, doch nicht gelehrt, weil ich in jener Zeit nicht mehr auf DICH gehört! Die Welt hat mich verzehrt! Ihr wollt ich Kinder bieten! Um selber weit zu glänzen, wollt ich nicht, daß sie schwänzen den Weg zum Weltenruhm! Gute Noten von der Welt hätten mich ins Licht gestellt. Nein, nicht in Deins! Ins kümmerlich vergänglich Leuchten das ich - wie allenthalben üblich heut - anstrebenswert und super fand. Es ist ein ganz vergeblich Pfand, im Jenseits wird's nicht eingetauscht ... - doch davon ahnte mir nicht mehr, und wollt ich auch nicht wissen! Gebote Gottes war'n zu schwer, darum auf sie geschissen! ... (Das zweite Drittel in Teil II, Info) oder das vollständige Gedicht hier: http://steffenelis.acc.de/Buch/index.php/Hauptseite#Langes_Gedicht_-_ausgehend_von_einem_besonderen_Schmerz