Einsatz in Berlin Spezialeinheiten gegen kriminelle Jugendliche Die Berliner Spezialeinheit "Operative Gruppe gegen Jugendgewalt" (kurz: OGJ) fahndet Tag für Tag nach jugendlichen Kriminellen. "Bei den Tätern handelt es sich meist um Wiederholungstäter, die aus Langeweile straffällig werden", erklärte Kabel-1-Reporter Michael Pommerening, nachdem er gemeinsam mit seiner Kollegin Manuela Hrdlicka die Polizisten vier Wochen lang bei ihrem harten Job begleitet hatte. "Die Jugendlichen klauen Geld, Handys und Klamotten und halten das Ganze für ein Kavaliersdelikt. Es macht ihnen Spaß, bringt Anerkennung in der Gruppe und verleiht mitunter das Gefühl, Anteil an den glänzenden Träumen der Großstadt zu haben", sagte Pommerening. In Brennpunkten wie Kreuzberg, Neukölln und Friedrichshain machen sich die acht Männer und Frauen der Spezialeinheit täglich auf ihren Weg, um jugendliche Kriminelle zur Strecke zu bringen. Sie sind selbst zwischen 24 und 35 Jahre alt und nennen sich "Hafe", "Heli" oder "Zoschi". Sie gehen Anzeigen nach, machen Hausdurchsuchungen. Sie besuchen aber auch Schulen und Jugendeinrichtungen, um dort über die Gefahr von Waffen und die Folgen von Straftaten aufzuklären - bemühen sich also auch um die viel beschworene Prävention. Doch bei ihrer Arbeit geraten diese Polizisten allzu oft in brenzlige Situationen. "Wenn die Mitglieder der OGJ zu einer Wohnung kommen und nicht wissen, was sie erwartet, macht sich schon mal Magendrücken breit. Die Polizisten selbst würden das aber niemals zugeben." Angst ist ein Tabu in ihrem Beruf. "Die Straftäter wachsen meist in problematischen Verhältnissen auf, und die Geschichten, die damit verbunden sind, sind bedrückend", resümierte Michael Pommerening, der sich in seinen Reportagen schon seit Längerem mit den sozialen Problemen der Großstadt auseinandersetzt.