
Wenn Martin Dolleschel sich ein neues Kleidungsstück kauft, schneidet er als erstes die Knöpfe ab und näht seine eigenen an. Dolleschel ist Chef der Union-Knopf, dem größten Knopfhersteller Europas. Ob aus Horn, Nuss, Metall, Perlmutt, Glas oder Leder - die Palette an Knöpfen ist riesig. Und begehrt! Union-Knopf beliefert weltweit die Bekleidungsindustrie, auch die großen Modelabels in Frankreich und Italien. Regelmäßig gehen Knöpfe aus Bielefeld-Sennestadt nach Paris oder Mailand. Union-Knopf steht ganz oben, wenn es um edle und teure Knöpfe geht. Und als einziges Unternehmen weltweit hat es die komplette Produktion im eigenen Haus: vom Design bis zum fertigen Knopf. Sogar Knöpfe für Allergiker. Nur annähen muss der Kunde noch selbst. Jeden Tag verlassen 3,7 Mio. Knöpfe das Unternehmen, gehen in 47 Länder. Ein Knopf kann dabei schon mal 13 Euro kosten. Genaue Umsatzzahlen aber behält das Unternehmen für sich. Denn Union-Knopf wird genau beobachtet. Seine Knöpfe sind so beliebt, dass sie gern kopiert werden, wie Grit Hofmann erfahren hat.
