
Millionen-Provisionen für Investmentbanker sind Gift für die Wirtschaft und haben die Wirtschaftskrise mit verursacht, meint der 36-jährige Geraint Anderson. Er war zwölf Jahre lang Investmentbanker in London und arbeitete sowohl für die Commerzbank als auch für die Dresdner Kleinwort. Kurz vor der Finanzkrise kündigte er seinen Job und schrieb ein Buch über seine Erfahrungen. Für ihn und seine Kollegen waren Bonuszahlungen, die weit höher lagen als das Fixgehalt, die Regel. Je riskanter die abgeschlossenen Geschäfte, desto höher der Bonus. Wie wollen die Banken in Zukunft mit den kritisierten Manager-Boni umgehen? Wird eine Regelung, auf die sich die Staats- und Regierungschefs in Pittsburgh einigen könnten, etwas am System ändern? Christian Pricelius und Sascha Quaiser berichten.
