Eingefangene Farbspiele, überzeichnet/bearbeitet zu Illustrationen zu einem Chanson über unsern Lebensgrund, unser Leben auf der Erde mündet in ein ewiges geistiges Leben, in dem wir das sein werden, was wir auf der Erde aus uns gemacht haben. Das ist der Ausgangspunkt. Je näher wir der Liebe hier im Körperleben gekommen sind, desto leichter ist das jenseitige Vorwärtskommen hin zur Liebe und ihrer Seligkeit. Über den Grund Noch sind wir hier in diese Welt ins Fleisch und in die Schwer gestellt! Noch wollen wir uns rundum sichern - ich denk mir Geister, die jetzt kichern, sie haben Gutes nicht im Sinn, sie nehmen Platz ganz in dir drin, und wollen weiter Kegel schieben, sind weit entfernt vom Lernen Lieben! Sie wollens nun durch dich erreichen, weil man sich wohlfühlt unter Gleichen. Sie suchen sich Gesellen und meiden die mehr Hellen. Es gibt im Jenseits alle Arten: es gibt die Harten und die Zarten; doch sind sie nicht mehr so gemischt, denn Inneres steht im Gesicht. Der Hochmut sieht die Demut nimmer, denn anders würds mit ihm nur schlimmer! Und alles ist so recht erdacht, daß Liebe langsam auch erwacht in einem Liebelosen! Es geht in kleinen Dosen und kann unendlich lange gehn Jahrtausende am Flecke stehn! Du mußt ja selbst fortwollen aus deinem alten Grollen, daß du nicht selber bist wie Gott, daß du dir dir denkst, in diesem Trott will ich nicht länger stecken, und bittest - was dich hart ankommt: Wer da noch ist in dieser Welt, die finster ist, mir nicht gefällt, wer da noch ist und helfen kann, der sieh mich und mein Elend an! Der helfe mir, ich bitt ihn sehr, wenn es ihn gibt in dieser Leer'! Ich bin so fürchterlich allein, und will es nicht mehr länger sein! Und wenn dann Der, Der alles hört, Den niemals solch ein Rufen stört, Sich nähert dieser armen Seel' -voll Ahnung über das was fehl- gelaufen ist in ihrem Sein -, sie jammert Ihn, Er ist gleich da und reicht die Hand, so ist Er ja! Es findet den verlornen Sohn der überreiche Vater! Er weiß allein, was Not hier tut, dem Säufer gibt er Kater. Es muß sich stoßen an der Wand der Kopf, der fest sich drein verrannt. So bergen die Gesetze in ihrem Innern Schätze. Das Leid kommt uns entgegen auf unsern falschen Wegen. Es will vor uns entfalten das Reich des innern Walten, das Reich der großen Liebe, in dem wir selten Diebe sind, das wir oft recht verachten, indem nach Welt wir schmachten und folgen Lug und Trug, statt diesem innern Liebeszug, und lügen und betrügen und fahrn in schnellsten Zügen an jenes Weltenend, das jeder weiß und kennt, das jeden mal ereilt, wo auch und wie er weilt! Und doch ist sein gewohntes Sehnen ihm drüben trüb ein Tal von Tränen: Er sitzt im eignen Haus und kennt sich gar nicht aus. Liebe wär ein Licht doch von ihr weiß er nicht! Er hat sie nie geübt! Er kennt nicht ihre Seeligkeit! Und darum ist er gar so weit von Dir, der Lieb, entfernt, aus Nichtigem entkernt ist in ihm alles leer, das Dasein fällt nun schwer! Und reißen aus der harten Brust läßt sich nicht Liebenslebenslust! Und Freude, wann hab ich zuletzt mit Freudenträn' das Aug benetzt? Es ist so Ewigkeiten her! Ich kenne es schon gar nicht mehr! Ich war ein Kind, als es geschah, von da an ging es abwärts, ja! Man hat mich hier und da gezogen, man hat mich um die Lieb betrogen, und so betrog auch ich um Lieb und hörte nicht, was Hand da schrieb, an meine Seelenwand: Kehr um, du bist ein Teil von Mir! Ich warte voller Liebe hier! Ich möchte dich doch herzen! Nimm diesen Kelch voll Schmerzen, denn Lernen ist nicht ohne Leid, Ich gebe dir ja endlos Zeit, du kannst noch weiter fliehen, nie hör Ich auf zu ziehen, vergiß dich nicht, mein armes Kind, du Geist aus Meinem Geiste, find heim, Ich tu das Meiste! Find heim, du bist mit Mir verwandt, in dieses Sein bist du gebannt! Ich habe dich erschaffen und gab dir auch die Waffen, die du gezogen gegen Mich, Es ist zu deinem Segen nich! Doch dieses Wissen reift erst jetzt, die Menschheit kommt jetzt langsam an, wo Mürbes bricht und Neues kann sich langsam zart entfalten! Und kommt auch hart und kommt auch schwer mit meiner Macht Gewalten! Denn störrisch seid ihr, eselhaft, zwischen dem Herz und Wissen klafft noch eine große Wunde! Jedoch es kommt die Stunde, wo Ich, der Heiland, wiederkomm! Die Wunde werd Ich heilen, Ich nähe sie mit Seilen, die Meinen werd Ich stärken zu neuen Liebeswerken! Es gibt so viel zu tun, Ich werde niemals ruhn! So ruh auch du nicht übers Maß, kehr aus dem Herzen Neid und Haß, laß Liebe in dir werden zum Himmel hier auf Erden! Laß Liebe in dir wachsen und laß die dummen Faxen! e.st.