Worte von Paulus aus dem 1.Korintherbrief 15,9-19: Ich bin der geringste unter den Aposteln, der ich nicht wert bin, dass ich ein ein Apostel heiße, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. Und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet als sie alle; nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Es sei nun ich oder jene: so predigen wir und so habt ihr geglaubt. Wenn aber Christus gepredigt wird, dass er von den Toten auferstanden ist, wie sagen dann einige unter euch; Es gibt keine Auferstehung der Toten ? Gibt es keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferstanden. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich. Wir würden dann als falsche Zeugen Gottes befunden werden, weil wir gegen Gott bezeugt hätten, er habe Christus auferweckt, den er nicht auferweckt hätte, wenn doch die Toten nicht auferstehen. Denn wenn die Toten nicht auferstehen, so ist Christus nicht auferstanden. Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden; so sind auch die, die in Christus gestorben sind, verloren: "Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die elndesten unter allen Menschen". ---------------------------------------- An)Klage gegen die "Amts"-kirchen: Während sich Jesus zu den Armen, Schwachen und Kranken hinunterbeugte, strecken sie unsere Volkskirchen zu den Starken, Sorglosen und Reichen aus. Jesus sagt dazu in Lukas 5, Vers 31: "Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken". Heute sind den Kirchen die Erhaltung der Gebäude und der Kirchenglocken wichtiger, als der Mensch, der nach Hilfe schreit. Gemeindehäuser werden aus Kirchensteuergeldern gebaut um glücklichen, sorglosen und betuchten Menschen eine noch glücklichere Freizeit zu geben. Wir aber wissen, dass "Gott nicht in den Tempeln wohnt, die mit Händen gemacht sind", denn "Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten". Hierzu von einem Kalenderblatt aus dem Neukirchner Kalender mit der Überschrift "Clubhaus oder Rettungsstation", welcher den Zustand der heutigen Kirchen beschreibt: Die folgende Geschichte zeigt in Gestalt eines modernen Gleichnisses, wie weit sich viele Gemeinden von ihrer ursprünglichen Berufung entfernt haben, nämlich in Wort und Tat für andere da zu sein. --------------------------------------- An einer gefährlichen Küste machten vor Zeiten ein paar Leute eine Seenot-Station für Schiffbrüchige auf. Zu dieser Rettungsstation gehörte nur ein einziges Boot. Damit wagte sich eine kleine, mutige Mannschaft immer wieder bei Tag und Nacht auf das Meer hinaus, um Menschen in Seenot zu helfen. Bald war dieser kleine Stützpunkt überall bekannt und viele der Geretteten und auch sehr viele Leute aus der Umgebung unterstützten die armseelige Station mit Geld. Damit wurde die Rettungsstation großzügig ausgebaut, immer schöner und komfortabler. Sie wurde allmählich zu einem beliebten Aufenthaltsort, ein Clubhaus für die Stationsleute. Immer mehr Mitglieder der alten Mannschaft weigerten sich nun auszufahren und Menschen in Seenot zu bergen. Schließlich kam man stillschweigend überein, den Bergungsdienst überhaupt einzustellen, weil er unangenehm und dem normalen Clubleben hinderlich sei. "Den ursprüchlichen Auftrag hatte man vergessen".